Vom Jägerzaun zur "Blockhütte 2 go“
Das Unternehmen „Pongauer Jägerzaun“ feiert heuer sein 40-Jahr-Jubiläum. Die Wurzeln reichen aber bis in das Jahr 1928 zurück, als die Gebrüder Schober das Sägewerk in Altenmarkt gegründet haben. Im SW-Interview gibt Geschäftsleiter Peter Schober einen Einblick in die Geschichte des Unternehmens und in das umfangreiche Portfolio, das sich vom Jägerzaun bis zur „Blockhütte 2 go“ entwickelt hat.
„Der Familienbetrieb hat sich rasch von der einfachen Zimmerei zu einem leistungsstarken Holzbauunternehmen entwickelt, das sich mittlerweile am internationalen Markt behauptet“, erzählt Geschäftsleiter und Holzbaumeister Peter Schober, der seit 22 Jahren im Betrieb ist. Nach der HTL für Tischlerei in Hallein hat er eine Lehre im Zimmereigewerbe gemacht und die Bauhandwerkerschule und die Zimmermeisterausbildung absolviert. Bereits als Schulbub hat er in der Tischlerei ausgeholfen und die Liebe zum Werkstoff Holz entdeckt. „Irgendwann kam ich dann auf die Zimmerei, die mich sehr fasziniert hat“, erzählt Schober. „Die Arbeit mit Massivholz ist für mich das Besondere; das Holz so zu verwenden, wie der Baum wächst und daraus ein Objekt zu bauen, das wertbeständig ist.“ Das umfangreiche Produktportfolio der Jägerzaun GmbH reicht von Gartenprodukten aus Holz über Lärmschutzwände für Straßen bis
zum Holzhausbau.
„Die Arbeit mit Massivholz ist für mich das Besondere; das Holz so zu verwenden, wie der Baum wächst und daraus ein Objekt zu bauen, das wertbeständig ist.“
- Peter Schober, Geschäftsführer Pongauer Holzbau
Holzbau in handwerklicher Perfektion
Bereits seit den 80er-Jahren plant das Unternehmen PONGAUER HOLZBAU, das in die Pongauer Jägerzaun GmbH eingegliedert ist, individuelle Holzhäuser und agiert dabei als kompetenter Ansprechpartner bei allen Zimmermeister- und Tischlerarbeiten. Überlieferte holzhandwerkliche Traditionen fließen dabei ebenso ein wie materialtechnische Innovationen, neue Fertigungstechnologien, konstruktive Weiterentwicklungen sowie kreativ architektonische Ideen. Seit 1985 hat das Unternehmen 1.137 Häuser, 753 Blockhäuser und 170 Blockbausätze gebaut.
Die Aualm in Forstau. Planung & Ausführung in Blockbauweise. Mehr Info zum Projekt Aualm - hier klicken
Auszeichnungen als Qualitätsnachweis
„Für unsere Holzblockhäuser haben wir schon viele Auszeichnungen und Preise erhalten wie zum Beispiel 2019 den Holzbaupreis Kärnten für ein Hotelprojekt auf der Turrach. Dabei kooperierten wir mit dem Architektenbüro Winkle & Ruck“, erzählt der leidenschaftliche Holzbaumeister. Das Leistungsspektrum reicht vom Holzrohbau bis hin zum Dach. „Jedes Haus wird von uns individuell geplant, weil es für den Bauherrn schon interessant ist, wenn er alles aus einer Hand bekommt“, informiert Schober. Speziell das Blockhaus hat für den Unternehmer spezielle Anforderungen, die zu beherzigen sind. Eine davon sind die Verstrickungen der Eckverbindungen – genannt das „Tiroler Schloss“ –, die extrem stabil sein müssen.
Blockhäuser im Wald. Holzbaupreis Kärnten 2019. Ausführung in Blockbauweise. Mehr Info zum Projekt Turrach - hier klicken
„Blockhütte 2 go“
Ganz neu im Sortiment sind die „Blockhütten 2 go“, die für Jäger, Fischer und alle, die gerne in der Natur sind, gebaut werden. „Durch den hohen Vorfertigungsgrad ermöglichen wir eine schnelle und effiziente Bauweise, ohne Kompromisse bei Qualität und Nachhaltigkeit einzugehen. Die Blockhütten gibt es zwischen neun und 24 Quadratmetern und sie kosten zwischen 25.000 und 50.000 €“, so Schober. Die Themen Nachhaltigkeit und Qualität liegen dem Traditionsunternehmen besonders am Herzen. „Wir verarbeiten ausschließlich hochwertige heimische Produkte von umliegenden Landwirtschafts- und Sägebetrieben, die erstklassig zu einem wertbeständigen Holzbauprojekt verarbeitet werden“, bestätigt Schober. „Unsere größte Stärke sind die gut ausgebildeten Mitarbeiter sowie die hohe Innovationskraft. Das hat uns bereits Aufträge von Japan bis Kanada eingebracht“, erzählt Schober. Probleme bei der Lehrlingsfindung kenne das Unternehmen nicht: „Nicht selten finden auch Mitarbeiter auf dem zweiten Bildungsweg zu uns.“